Zur Ausstellungseröffnung
Dietrich Bartscht Malerei
am Freitag, den 26. März 2010
von 19.00 Uhr bis 21:00
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Einführung: Sabine Philipp M.A., Kunsthistorikerin
Ausstellungsdauer: 26.03.2010 bis 26.04.2010
Ausstellungsort:
galeriesassen bei HIFI Linzbach
Luzia Sassen | Adenauerallee 124 | 53113 Bonn | Germany
Tel.: +49 228 24 33 1748 | Fax: +49 228 24 33 1766
info@galeriesassen.de | www.galeriesassen.de
Mo - Fr. 12.00 bis 18.00 Uhr, Sa. 11.00 bis 14.00 Uhr
und gerne nach Vereinbarung
Mit Dietrich Bartscht, geboren 1951 in Lauenau/Niedersachsen, können wir einen wichtigen Vertreter der zeitgenössischen Malerei der Nachkriegszeit
präsentieren.
Dietrich Bartscht zählte 1975 zu den Mitbegründern des „Kollektiv Herzogenstraße“: eine Münchener Künstlergruppe, die sich zusammenschloss unter
dem Eindruck der vorangegangenen Kollektive „SPUR“ und „Wir“ bzw. der Gruppe „Geflecht“ der 1960er Jahre. Auch wenn Bartscht dem Kollektiv nur
ca. zwei Jahre verbunden blieb prägten die damals erhaltenen Impulse sein späteres Werk.
In fließendem Duktus und mit großer Geste entstehen während des Malprozesses dynamische Bildgefüge und gegenstandslose Formzusammenhänge.
Die phasenweise dichten, blockhaften oder konstruktiv gebauten Bildkompositionen, dann wieder spontaner und lockerer in der Gestik und freier
im Bildaufbau gesetzten Malereien lassen stets Raum für subjektive figürliche Assoziationen wie Landschaften, Stadtansichten oder Stillleben.
Stipendien im Anschluss an das Studium fördern in den 1980er Jahren die eigenständige Weiterentwicklung seiner Kunst. In mehr als drei Jahrzehnten
sind in erster Linie großformatige Gemälde in Öl, aber auch Monotypien und Ölkreidezeichnungen entstanden. Farbe ist dabei für Bartscht immer auch
Materie: Er schwelgt nicht nur in sattem Gelb, Rot, in Königsblau und Grün, in Rosa und Violett, sondern zugleich in dem pastosen,
verschwenderischen Auftrag des Materials. Die Malereien leben auch durch ihre haptische Oberflächenstruktur und die Plastizität der Farbe.
Die Arbeiten von Dietrich Bartscht waren kontinuierlich in Einzel- wie auch Gruppenausstellungen in den großen Kunstzentren Deutschlands zu sehen.
In seinen Lebens- und Schaffenszentren München/Burgau und in Portugal wird er von renommierten Galerien vertreten.
So ist es für uns eine besondere Freude, den Künstler vom 26. März bis 26. April 2010 mit über 20 aktuellen Arbeiten präsentieren zu können.
Es sind zum einen kräftige, farbintensive und in der Komposition äußerst dichte und eindringliche großformatige Malereien, die im Herbst 2009
während eines familiären Aufenthaltes des Künstlers in Bonn entstanden sind. Der überwiegende Teil der Präsentation besteht jedoch aus
schwarz-weiß Gemälden, die Bartscht im Januar und Februar diesen Jahres in Bayern im Anschluss an die Bonner Arbeiten schuf. In Format,
Bildkomposition und Gestik an die Farbgemälde anknüpfend erscheinen sie gleichsam als Wiederholung und Rekapitulation des Geschaffenen unter
dem Verzicht der Farbe: Ein Innehalten und Nachgang, vielleicht auch reine Neugier und Experimentierfreude hinsichtlich der Wirkung der
Komposition bei Verzicht auf die dominierende Farbigkeit.
Mit dieser bedeutenden Ausstellung eines wichtigen Vertreters der zeitgenössischen Malerei der Nachkriegszeit feiert die
galeriesassen zugleich
ihren Umzug in die Backsteinvilla der Firma HIFI Linzbach Adenauerallee 124.