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Der Beginn ihrer künstlerischen Entwicklung ist durch die Beschäftigung mit dem Impressionismus geprägt. Genau wie die Impressionisten war sie zunächst darauf bedacht, den Gegenstand im farbigen Reichtum der natürlichen Beleuchtung mit hellen, kräftigen, meist reinen Farben zu malen. Dabei war nicht der eigentliche Bildgegenstand ihr Thema, sondern es interessierte sie, wie sich das Licht in den Farben des Spektrums bricht, in der Atmosphäre verfängt und verfärbt.
In der Mitte der neunziger Jahre erarbeitete sie sich neue malerische Ausdrucksmöglichkeiten: sie verwirklichte die Idee, durch die Darstellung von Spannung und Gegensatz emotionale Wirkungen zu erzielen, das Wesenhafte, Seelische und Gefühlsmäßige unverfälscht und impulsiv bildhaft auszudrücken. Sie betonte den spontanen Malakt unter Verzicht auf sachlich genaue Wiedergabe, auf Perspektive oder natürliche Farbigkeit. Eigen ist ihrer Kunst nun: eine starke Farbgebung, ein großflächiger Farbauftrag und eine ausdrucksstarke Liniensprache.
Mit der Zeit setzte das Material Farbe ihrem künstlerischen Ausdruckswillen Grenzen. Diese Grenzen löste sie auf, indem sie ihr Materialreservoir um Fundstücke aus der Natur erweiterte. Sie arbeitete oft Steine, Sand oder Holz mit Hilfe von Gips in ihre Bilder ein.
In den so entstehenden reliefartigen, kraftvollen, farbintensiven Bildformationen verbinden sich ihre künstlerischen Einflüsse und Interessen mit ihrer Verbundenheit zur Natur.
In all den Jahren interessierten sie stets Aspekte geistigen, religiösen und kulturellen Inhalts. Sie las zu diesen Themen, führte Gespräche mit Menschen gleich gesinnter Natur und besuchte immer wieder einschlägige Veranstaltungen und Vorträge. Heute kann sie sagen, dass für sie der Begriff der Verbindungen ihr Denken und Fühlen am besten zum Ausdruck bringt. Er beinhaltet für sie: die Liebe zur Natur (Verbindung der Elemente); die Liebe zum Nächsten (emotionale Verbindung) und die Friedensliebe („Wir sind Tropfen eines Meeres und Blätter eines Baumes…”). Dieser Begriff definiert inzwischen ihre zentrale künstlerische Intention.
Seit 2003 entstanden parallel zu ihrer Malerei auch großformatige Installationen und Objekte. In der Technik des Linolschnitts entwickelte sie ein Gesamtobjekt zu dem Thema Verbindungen. Dabei druckte Sigrid Drübbisch auf unübliche Malgründe, wie z. B. Acrylglas.
In diesen Arbeiten betrachtet sie intensiv den zwischenmenschlichen Bereich. Gefühle, wie z.B. Freude, Vertrautheit, Zweifel, Skepsis etc. werden durch Personen oder in Gesichtern widergespiegelt.
2009 entwickelte sie in der Technik des Linolschnittes eine weitere Variante, bei der nach der Fertigung des Linolschnittes zusätzlich zur farbigen Bearbeitung der Druckplatte malerische Akzente direkt auf die Linolplatte als Bild aufgetragen werden. Anschließend erfolgt ein einmaliger Druck, der jedes Werk zu einem Unikat werden lässt.
Seit 2003 bringt die Künstlerin ihre Gefühle, Gedanken und Ideen zu den o.g. Aspekten auch in Textform zum Ausdruck (Bild/Text bzw. Text/Bild-Projekt). Dabei geschieht es sowohl, dass die Texte sie zu ihren Bildern inspirieren, oder aber die Bilder zu den Texten.
Dabei liegt es natürlich in ihrer Intention, durch Wort und Bild ihre Ideen zu vermitteln, dennoch besteht der gleichzeitige Wunsch, für den Betrachter so viel Freiraum zu lassen, dass sich seine eigenen Assoziationen unmittelbar einstellen können.
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